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Diese Krankheit kann man nicht besiegen |
underworld
Mitglied
 

Dabei seit: 01.12.2004
Herkunft: München
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| Diese Krankheit kann man nicht besiegen |
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Hallo,
ich wieder. Und dabei ging es mir lange Zeit so gut...
Meine Geschichte ist schnell erzählt. 2004 Depressionen, SVV, Alkohol. Therapie, nichts geholfen. Mal besser, mal schlechter. Ende 2006 sowas wie ein halber Selbstmordversuch, die Abende nur im Rausch ertragbar. Ab Mitte 2007 bis heute Therapie. Tabletten gegen die Depressionen. Mitte 2009 abgesetzt, alles lief super. Und seit Ende des Jahres geht alles wieder den Bach runter.
Heute Zusammenbruch, eigentlich nur noch der Gedanke, wie ich dieser ganzen Scheiße entfliehen kann. Aber wie sollte ich?
Ich habe mich stark gefühlt, richtig stark! Mir ging es gut, ich habe das Leben genossen... Es war stressig. Als meine Freundin schwanger wurde, war es richtig schwer. Auf einmal musste ich mir überlegen, wie ich eine Familie ernähren kann. Aber ich habe es geschafft. Der Plan steht, Ende April werde ich voraussichtlich Vater. Bsi nächsten Februar möchte ich meinen Master of Science in der Tasche haben.
Aber seit Anfang des Jahres läuft nichts mehr. Die Klausurphase habe ich so gut wie ohne lernen verbracht. Es ging einfach nicht. Garnicht. Morgen letzte Klausur, insgesamt vielleicht 3 Stunden drauf vorbereitet. Das ist doch lächerlich! Meinen Bachelor habe ich mit 1,9 abgeschlossen, und wenn ich so weitermache, kriege ich nen easy ne 4,0, wenn ich überhaupt irgendwas bekomme. Oh ja, meinen Job hab ich ja auch noch. War am Montag nicht da, da ich es nicht geschafft habe. Hat bisher niemanden interessiert... Wen auch?
Und das schlimmste: Ich dachte, ich hätte dieser Krankheit etwas entgegenzusetzen. Ich dachte, dass wenn es mir wieder schlechter ginge, ich mir helfen könnte. Wenigstens etwas. Aber nein, weit gefehlt. Sie überrennt mich einfach. Und ich kann nur hilflos zuschauen. Ich schaffe es gerade einfach nicht.
Tschüss,
Sebastian
__________________ If you ask a question, you should never be afraid to hear the answer!
Red tears on white skin!
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02.02.2010 23:17 |
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Ice
Mitglied
 

Dabei seit: 11.09.2008
Herkunft: wohin ich gehe
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hallo underworld,
du hast vor allem ne ganze menge gleichzeitig um die ohren. das fällt auf. unterstützt dich deine partnerin, so gut sie kann und weiß sie, wie es dir geht? das wäre jedenfalls wichtig.
und kannst du mit deinem job nicht kürzer treten? vorübergehend jedenfalls. master oft science hört sich jetzt erstmal wichtiger an als ein job. du musst prioritäten setzen. in deiner situation - gerade wenn mal schon depressionstechnisch vorbelastet ist, ist es nicht ungewöhnlich, dass du so was wie nen burnout hast.
finanziell gibt's doch so kleine kredite sogar vom asta, wenn ich mich nicht irre - so bis 1000 euro? ansonsten übers bafög-amt - da gibt's auch zinsgünstige kredite, ne. ich mein das als idee für eine entlastung bezüglich deines jobs. apropos - was ist das für ein job?
ach so, wenn du schon hier schreibst, dann könnte vielleicht auch wieder ein psychiater-besuch helfen?!
lg
ice
__________________ I just don't know what to do with myself.
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03.02.2010 19:42 |
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Auch wenn ich noch nicht lange betroffen bin ist mir mittlerweile eines klar
geworden: Du kannst sie nur nicht besigen wenn du aufhörst dafür zu kämpfen
gesund zu werden. In schweren Phasen denke ich genaso wie du, sehe keinen
Sinn, keinen Ausweg. Aber es sind die "guten Tage" die Mut machen und auf
die du bauen solltest. Und die Finger vom Alk lassen, das war das erste, was
ich nach der Diagnose gemacht habe
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04.02.2010 23:22 |
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