[Trigger] Utopische Träume von besseren Tagen |
Underoath
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13.12.09
Pathetischer Abschiedsbrief
Ein bisschen was von Leid und Schmerz,
dir schmerzt so sehr dein leidend Herz.
Das Augenschließen fällt dir schwer,
das Glücklichbleiben umso mehr.
Verstanden werden kannst du nicht,
gar mitleidsvoll sehn sie dich an,
weil dir hier keiner helfen kann,
die Worte schlagen ins Gesicht.
Den andern allen geht es gut,
du siehst es, immer lachen sie,
verzweifelt wären sie wohl nie,
nur dir, dem Toren, fehlt der Mut.
Ach weh, zu Hülfe, trümmergleich
entferntest du dich von dem Reich.
Das Leben ist solch eine Qual,
das Holz für morgen kann dich mal.
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13.12.2009 15:52 |
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Underoath
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20.12.09
Dem Tiere gleich
Der Mensch, er hat kein Winterfell,
der Alkohol, er hält ihn warm.
Ob Glühwein, Strohrum, Terpentin,
bis in die Hölle, Gott erbarm'!
Der Mensch, ihm fehlt der Winterschlaf,
mit Pillen findet er die Ruh',
doch ob's ein gutes Schicksal ist,
das fragt er nicht, er dröhnt sich zu.
Der Mensch, wieviel tut er sich an,
nur um dem Tiere gleich zu sein?
Er glaubt an Unschuld, glaubt an Recht,
er glaubt an Freiheit, wahrt den Schein.
20.12.09
Im Traum vereint
Mein Finger zuckt, als ich dich seh,
als wär ich aus dem Traum erwacht,
sogleich in neuen eingetaucht,
den deine Schönheit mir gebracht.
Doch auch wenn du die Welt verlässt,
das Aufwachen gelingt mir nicht,
Gedanken halten mich bei dir,
bei dir im grellen Engelslicht.
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20.12.2009 22:30 |
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Underoath
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3.1.10
Der Verbund (III)
Ein Eiskaffee und Rosen
sind der ewig gleiche Ton.
Die viel zu engen Hosen,
ihre Bisse warten schon.
Verbunden auf der Liege,
doch noch lange nicht genug.
Der Eindruck, den ich kriege:
ihre Liebe ist Betrug.
Mit Schwächen so erkennbar
wie die Sonne und der Wind,
von Märchen so untrennbar
wie der Himmel und das Kind.
Nun werde ich verlassen,
viele Muster bleiben mir:
der Blick in dunkle Gassen,
dunkle Worte auf Papier.
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03.01.2010 03:03 |
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Underoath
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26.1.10
Ich steh' in Deinem Schatten
Ich steh' in Deinem Schatten,
vergötter' Dich mit Wonne,
doch Du, oh meine Liebe,
Du stehst mir in der Sonne.
26.1.10
Naturimpressionen
Das Puder auf den Bäumen
ist pünktlich dieses Jahr.
Zu fliehn' aus dunklen Räumen,
das ist mein Traum, fürwahr.
Vom wundervollen Reigen
erzählt mir nur der Wind.
Das Rauschen in den Zweigen
macht mich vor Liebe blind.
Ich fühle, es wird milder,
so warm war es noch nie.
Es mehren sich die Bilder,
ich sinke auf die Knie.
Dem Bach, dem Heiligtume,
ich Wünsche anvertrau'.
Am Rand wächst eine Blume,
ich wette, sie ist blau.
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27.01.2010 00:04 |
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Underoath
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5.2.10
Das Dach
- Papi, da steht ein Mann vor unserem Haus.
- Vor der Tür? Dann warte, er wird sicher gleich klingeln.
- Der klingelt aber nicht. Er steht nur da und guckt.
- Beobachtet er dich etwa durchs Fenster?
- Ich weiss nicht. Er guckt nur und lächelt.
- Dem werd ich aber was erzählen. Was der sich bloß erlaubt. Warte hier, den werden wir schon los.
Er geht zur Tür, öffnet sie und findet den Fremden vor seinem Grundstück stehen. Noch hinter dem Garten und dem Zaun. Auch als er sich dem Fremden nähert, hört dieser nicht auf, in seine Richtung zu starren.
- Hey sie, was machen sie da? Hören sie auf, meine Familie zu belästigen!
- Ich wollte sie nicht stören, ich finde nur ihr Dach so schön.
- Mein Dach? Von wo kommen sie denn, dass sie noch nie so ein Dach gesehen haben?
- Ich wohne zwei Straßen entfernt.
- Sie wollen mich doch auf den Arm nehmen. Hier sehen doch alle Häuser und auch alle Häuserdächer gleich aus. Ich kann an meinem wirklich nichts Besonderes feststellen. Sind sie Experte für sowas? Oder bloß ein Spanner, der eine gute Ausrede braucht, damit er meine Familie beobachten kann?
- Nein, keins von beiden. Ich bin nur gerade auf dem Heinweg gewesen und habe ihr Dach bemerkt. Es ist wirklich sehr schön.
- Sowas habe ich ja noch nie gehört. Meinen Garten können sie gefälligst loben, bei dem gebe ich mir alle Mühe, damit er gepflegt ist. Aber mein Dach? Das ist das ganze Jahr über da und solange es nicht undicht ist, ist es mir ganz egal.
- Die ganzen kleinen Ziegelformationen, jeder Ziegel sollte gleich sein aber keiner gleicht dem anderen. Das ist bemerkenswert. Jeder von ihnen könnte eine Geschichte erzählen, würde man ihn nur danach fragen.
> Ein bisschen verrückt scheint der Fremde zu sein <, denkt sich der Mann. > Am besten wäre es, ihn hier weg zu schaffen. <
Da bemerkt er ein paar kleine Wunden am Hals des Fremden. Auch zwei seiner Finger sind verletzt.
- Was haben sie denn da gemacht?, fragt der Mann und deutet auf den Hals des Fremden.
- Ein Unfall war das. Ich bin in das Auto eines Anderen gefahren. Es kann noch nicht lange her sein.
- Und wo war das?
- Nur zwei Straßen entfernt. Wissen sie, wir Menschen sind wie die Ziegel. Wir scheinen alle gleich zu sein, das sind wir aber nicht. Das wäre auch gar nicht möglich, denn Menschen verändern sich. Von jetzt auf gleich.
- Lassen sie mal mein Dach aus dem Spiel. Sie brauchen ärztliche Versorgung. Wurden sie schon untersucht? So ein Unfall kann doch schlimme Folgen haben.
- Ja, schlimme Folgen.
- Sie sollten sich schnell untersuchen lassen. Warten sie hier, ich rufe ihnen einen Krankenwagen.
Der Mann geht zurück in sein Haus und wählt die Notrufnummer.
> 112 <, denkt sich der Fremde. > Sogar bei drei Zahlen klappt es nicht, dass alle gleich sind. <
Er wendet sich vom Haus ab und setzt seinen Weg fort.
Dabei denkt er sich > Schade. Unwahrscheinlich, dass es jemanden wie mich noch irgendwo gibt. <
Als der Mann den Anruf getätigt hat und wieder aus dem Fenster guckt, um nach dem Fremden zu sehen, ist dieser verschwunden.
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05.02.2010 14:16 |
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Underoath
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18.2.10
Der Körper ist leer!
Der Körper ist leer!
- Von Erlösung bis Exitus -
- Zwei Menschen in der Nacht verlieren -
Der Körper ist leer!
- Nicht einmal Zeit für einen Kuss -
- Roberts Hertz beginnt zu erfrieren -
Der Körper ist leer!
- Augen tropfen im Überfluss -
- Alle Gefühle ausradieren! -
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18.02.2010 00:40 |
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