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Nessaja Nessaja ist weiblich
Lady Lenor


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Dabei seit: 23.08.2003
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Ich kann oft nur aus der Sicht sprechen, die ich kenne und daher konnte ich diese Beispiele gut anführen.

AD(H)S ist und bleibt eine anerkannte Krankheit und diese hat nichts mit Aufmerksamkeitssuche zutun, PUNKT.

Sicher kann man ein Aufmerksamkeitsdefizit haben, wenn man sich ungeliebt fühlt. Das hat aber eben nichts mit AD(H)S gemein. Denn das Eine ist das Eine und das Andere das Andere.

Und ob du es glaubst oder nicht, auch ich brülle meine Kinder schon mal an, dass es nun reicht, wenn auch nicht so wie es andere tun. Ich ermahne bestimmt öfter mal bevor ich laut werde.
Meine Kinder habe bestimmt keine berechenbare Mutter. Ich tue viel zu oft auch mal Dinge, bei denen ich selber nicht mal wusste, dass dies für mich möglich wäre. Und auch ich ziehe mich mal zurück. In letzter Zeit wohl mal wieder eher weniger, aber das hat etwas mit privater Situation zutun.

Welches Kind ist denn in einer intakten Familie nicht behütet? Ich finde es sehr gut, dass meine Kinder behütet aufwachsen und auch die meiner Schwestern. Alles andere wäre für diese Kinder wirklich fatal. Sie sind sensibel, ja in jeder Hinsicht und das spürt man auch im Umgang mit ihnen.

Aber es gibt auch in solchen liebevollen und behütenden Familien Leistungsdruck. Das kann ich dir ruhigen Gewissens sagen. Denn, und da kann ich wieder nur von mir sprechen, mein Vater war die ganze Woche weg, meine Mutter gab uns das, was wir nun auch unseren Kindern weiter geben, Aufmerksamkeit und Liebe. Aber bei unserem Vater war es anderes. Dort bekamen wir positive Aufmerksamkeit nur wenn wir etwas geleistet haben, wenn wir gute Noten schrieben oder Erfolg mit einem unserer Hobbys hatten, so spielte ich Querflöte und war nur von ihm geliebt wenn ich einen Wettstreit gewonnen hatte oder ein Auftritt besonders gut verlief. Meine kleine Schwester erfuhr ebenfalls nur Liebe, wenn sie beim Sport, Reiten oder Fussball, eine besondere Leistung erbracht hatte.
Wenn aber mal etwas nicht so lief wie er es sich vorstellte, eine Arbeit in der Schule mal verhauen wurde o. ä. dann waren wir eben nicht seine Töchter und das sagte er auch laut und ließ es uns spüren. Er strafte sogar mit Ignoranz. Eine Strafe, die ich heute noch als unerträglich empfinde.

Aber das ist eigentlich alles nicht das Thema hier. Mich störte es eben nur, dass jemand eine Krankheit so falsch wiedergibt. Denn es ist einfach falsch.
Und bevor ich es komplett vergesse zu erwähnen, AD(H)S hat sogar was mit Substanzen in Nahrungsmitteln zutun. Denn diese können das Verhalten des Betroffenen sehr stark beeinflussen.

So und nun zurück zu zdmania, bitte...

__________________
Ich kann es nicht jedem recht machen. Der Einzige, dem ich es recht machen muss, bin ich selber.
Doch das ist so schwer, wenn man selber zu hohe Anforderungen an sich hat.

(Zitat: Nessaja - Therapie 02.03.10)
03.03.2010 14:10 Nessaja ist offline E-Mail an Nessaja senden Beiträge von Nessaja suchen Nehmen Sie Nessaja in Ihre Freundesliste auf
roteGräfin roteGräfin ist weiblich
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Zitat:
Ich kann es nicht jedem recht machen. Der Einzige, dem ich es recht machen muss, bin ich selber.

Darf es auch jemand anderes versuchen es Dir recht zu machen?

Zitat:
Original von Nessaja Ich kann oft nur aus der Sicht sprechen, die ich kenne und daher konnte ich diese Beispiele gut anführen.

Ja genau und ich kann nur das selbe tun. So meine ich so können sich unsere Sichtweisen ergänzen und müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. vier Augen sehen mehr als zwei. Das schließt sich allerdings sofort aus, wenn es um Schuldgefühle und ungerechtfertigte Machtansprüche geht. Dann ist meistens ein Dialog schnell beendet.

Zitat:
AD(H)S ist und bleibt eine anerkannte Krankheit und diese hat nichts mit Aufmerksamkeitssuche zutun, PUNKT.

Das ist und darf es ja auch gerne bleiben. Ich verweise lediglich auf den sekundären Krankheitsgewinn. Es gibt ja ganze Berufsgruppen die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, das andere Menschen krank, kriminell oder behindert sind. Opfer und Helfer geben sich damit ihre gegenseitige Lebensberechtigung. Das ist erst einmal anzuerkennen und wert zu schätzen. Wer sich gut in diesem Kreislauf von Geben und Nehmen zurecht findet vollbringt gute bis sehr gute Leistungen, die sich auch emotional bemerkbar machen.

Zitat:
Sicher kann man ein Aufmerksamkeitsdefizit haben, wenn man sich ungeliebt fühlt. Das hat aber eben nichts mit AD(H)S gemein. Denn das Eine ist das Eine und das Andere das Andere.

Das kann sein, das das so stimmt. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, das ganz schnell bei Kindern, die eben anderes sind als andere Kinder lebhafter oder auch einfach nur stiller und eben nicht ganz pflegeleicht, eben mit einem Stempel krank, böse verhaltensgestört etc... versehen werden. Damit wird dem Kind ein nicht okay Stempel aufgedrückt den ich so nicht in Ordnung finde.

Zitat:
Und ob du es glaubst oder nicht, auch ich brülle meine Kinder schon mal an, dass es nun reicht, wenn auch nicht so wie es andere tun. Ich ermahne bestimmt öfter mal bevor ich laut werde. Meine Kinder habe bestimmt keine berechenbare Mutter. Ich tue viel zu oft auch mal Dinge, bei denen ich selber nicht mal wusste, dass dies für mich möglich wäre. Und auch ich ziehe mich mal zurück. In letzter Zeit wohl mal wieder eher weniger, aber das hat etwas mit privater Situation zutun.

Das klingt ziemlich gesund. Wie ist es mit Tränen, der Überforderung? Du schreibst hier immerhin in einem Selbstmordforum und mAn hat Selbstmord auch viel mit der Überforderung und der Zerreißprobe zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu tun. Jedenfalls war es bei meinem Bruder so.

Zitat:
Welches Kind ist denn in einer intakten Familie nicht behütet? Ich finde es sehr gut, dass meine Kinder behütet aufwachsen und auch die meiner Schwestern. Alles andere wäre für diese Kinder wirklich fatal. Sie sind sensibel, ja in jeder Hinsicht und das spürt man auch im Umgang mit ihnen.

Ich frage: wo gibt es noch eine intakte Familie?
Ich habe gemeint, ich kam aus einer intakten Familie, bis meine Brüder starben. Da habe ich dann langsam aber sicher gemerkt, welche Fassade aufrecht erhalten wurde und alles innen erstickt wurde.

Zitat:
Aber es gibt auch in solchen liebevollen und behütenden Familien Leistungsdruck. Das kann ich dir ruhigen Gewissens sagen. Denn, und da kann ich wieder nur von mir sprechen, mein Vater war die ganze Woche weg, meine Mutter gab uns das, was wir nun auch unseren Kindern weiter geben, Aufmerksamkeit und Liebe. Aber bei unserem Vater war es anderes. Dort bekamen wir positive Aufmerksamkeit nur wenn wir etwas geleistet haben, wenn wir gute Noten schrieben oder Erfolg mit einem unserer Hobbys hatten, so spielte ich Querflöte und war nur von ihm geliebt wenn ich einen Wettstreit gewonnen hatte oder ein Auftritt besonders gut verlief. Meine kleine Schwester erfuhr ebenfalls nur Liebe, wenn sie beim Sport, Reiten oder Fussball, eine besondere Leistung erbracht hatte. Wenn aber mal etwas nicht so lief wie er es sich vorstellte, eine Arbeit in der Schule mal verhauen wurde o. ä. dann waren wir eben nicht seine Töchter und das sagte er auch laut und ließ es uns spüren. Er strafte sogar mit Ignoranz. Eine Strafe, die ich heute noch als unerträglich empfinde.

Ich denke da hast Du ja selber die guten und schlechten Erfahrungen gemacht. Jetzt kommt es nur darauf an, einfach immer mehr hinzuschauen wie sehr Du den Leistungsdruck verinnerlicht hast, das Du mehr in der Pflicht stehst und unter der Angst leidest, Deinen Kindern das ganze ebenso anzutun, wie es Dein Vater Dir auch angetan hat. Leistungsdruck ist heute eine ganz böse und üble Fallgrube und nimmt einem oft jede Lebensfreude. Es geht also darum die eigene Lebensfreude immer wieder ein zu fangen.

Zitat:
Aber das ist eigentlich alles nicht das Thema hier. Mich störte es eben nur, dass jemand eine Krankheit so falsch wiedergibt. Denn es ist einfach falsch.

Das ist gut so. Störungen haben Vorrang. Ich habe sie anders erklärt und sehe sie anders als Du.
Zitat:
Und bevor ich es komplett vergesse zu erwähnen, AD(H)S hat sogar was mit Substanzen in Nahrungsmitteln zutun. Denn diese können das Verhalten des Betroffenen sehr stark beeinflussen.

Ich bin überzeugt davon, dass Du die absolute Expertin in Sachen ADS und ADHS bist. Ich schaue mir die Angelegenheit von der emotionalen Seite her an und jetzt in diesem Fall von der Seite Deiner möglichen Überforderung und der Tretmühle von Leistung in der Du vermutlich steckst.
Zitat:
So und nun zurück zu zdmania, bitte...

Darfst Du mit Deinem Anliegen mal für eine kurze Zeit im Mittelpunkt stehen?

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Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens
03.03.2010 23:06 roteGräfin ist offline Beiträge von roteGräfin suchen Nehmen Sie roteGräfin in Ihre Freundesliste auf
anima anima ist weiblich
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Wenn ihr nun damit weiter machen wollt, dann teile ich euch den Thread. Man gebe mir Bescheid, denn das ist ja nun doch etwas arg OT.

Und mal was Ungewohntes von mir, nämlich kurz: Nessaja wollte darauf hinweisen, dass bei AD(H)S "Aufmerksamkeitsdefizit" nicht dafür steht, dass die Kinder ein Defizit an ihnen zu Teil werdend lassender Aufmerksamkeit haben, sondern dafür, ein Defizit darin zu haben, ihre eigene Aufmerksamkeit zu fokussieren.

Und darüber gibt es definitiv keine Diskussionsgrundlage, denn das ist es, was diese Erkrankung ausmacht. Natürlich sagt das nicht aus, dass nicht auch das andere der Fall sein kann, dies hat aber mit der Diagnostik nichts zu tun.

__________________

03.03.2010 23:15 anima ist offline E-Mail an anima senden Beiträge von anima suchen Nehmen Sie anima in Ihre Freundesliste auf
roteGräfin roteGräfin ist weiblich
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Liebeskummer Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von anima
Wenn ihr nun damit weiter machen wollt, dann teile ich euch den Thread. Man gebe mir Bescheid, denn das ist ja nun doch etwas arg OT.

Hallo anima,
kannst Du mir bitte mal sagen, was das werden soll, wenn das fertig ist?
Mir kommt das vor wie Zickenalarm oder schlicht einfach und ergreifend nur Mobbing. Das erscheint mir ziemlich übel für ein solches Forum.
Ganz offensichtlich macht es Dir Spaß mir in die Parade zu fahren und positive Motivationen einfach zu übersehen. Das Symptom ADS ist eins von vielen anderen Krankheiten, bei dem die Liebe die zwischen allem steckt nicht mehr gesehen, und wertgeschätzt wird. Wird die Liebe wieder entdeckt, die etwas mehr als reiner Sex ist, braucht es wohl keinen Liebeskummer und keinen Selbstmord mehr in diesem Land zu geben.
Aber es kann ja sein, dass Du diese Not gerne aufrecht erhältst. So verstehe ich jedenfalls Deine Beiträge plötzlich. Du hast da die Entscheidung, ob Du alles ganz schnell verändern und verschieben musst, was mal gerade nicht in Dein Gedankensystem passt oder ob Du Dich erst einmal auf den Beobachtungsposten setzt und beobachtest was da geschieht und lediglich korrigierend eingreifst. Damit das Leben in Fülle wieder Fuss fassen kann.
Zitat:
Und mal was Ungewohntes von mir, nämlich kurz: Nessaja wollte darauf hinweisen, dass bei AD(H)S "Aufmerksamkeitsdefizit" nicht dafür steht, dass die Kinder ein Defizit an ihnen zu Teil werdend lassender Aufmerksamkeit haben, sondern dafür, ein Defizit darin zu haben, ihre eigene Aufmerksamkeit zu fokussieren.

Und Nessaja hat diese Diskussion vom Zaun gebrochen ohne alles zu lesen. Da wird das Prinzip Teile und herrsche bedient Ein Prinzip was immer den Schwächeren trifft und dazu dient den anderen verrückt zu machen.
Zitat:
1.Und darüber gibt es definitiv keine Diskussionsgrundlage, denn das ist es, was diese Erkrankung ausmacht. 2. Natürlich sagt das nicht aus, dass nicht auch das andere der Fall sein kann, dies hat aber mit der Diagnostik nichts zu tun.

1. Das ist eine deutliche Killerphrase und blinder Gehorsam bezüglich unserer Aparatemedizin.
2. Die Diagnostik hat aber immer etwas damit zu tun Schubladendenken und lieblose Abfertigungen zu begründen. Die einfach zum Selbstmord führen können.
Zitat:
Selbstmord ist kein Zuckersc hlecken - es sei denn, man ist Diabetiker.

Für wen ist das kein Zuckerschlecken? Für die Überlebenden oder für die, die es nicht geschafft haben? Von denen, die es geschafft haben und es sind ja so ca 10 000 - 11 000 pro Jahr in diesem Land, kann ja wohl keiner mehr etwas sagen.
Ich weiß nur, dass ich in einem selbstmörderischen und abschiebenden Land lebe.
Jeder der mir ehrlicher Liebe und Zuneigung versucht die Situation zu verbesseren sollte nur drin gelobt und bestärkt werden. Auch in dieser Weise gehen unsere Meinungen wohl stark aus einander.

Viele Grüße rg

__________________
Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von roteGräfin: 04.03.2010 16:33.

04.03.2010 16:27 roteGräfin ist offline Beiträge von roteGräfin suchen Nehmen Sie roteGräfin in Ihre Freundesliste auf
anima anima ist weiblich
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Liebe rote Gräfin,

ich glaube, da bist du gerade ein Wenig zu egozentrisch. Wenn in einem Thread, in dem es um den Liebeskummer eines Users geht, eine Diskussion über AD(H)S vom Zaun bricht, dann ist das nichts weiter, als die Aufgabe der Moderation und Administration dieser entweder Einhalt zu gebieten oder eben anzubieten, bei weiterem Diskussionsbedarf, einen eigenen Thread daraus zu machen.

Allein die Wortbedeutung Moderator dürfte dies schon erklären und in diesem Fall bin ich moderativ in Erscheinung getreten.

Nun, inwiefern das nun eine Strafe darstellen soll, dass ihr nun hier weiter, im gesonderten Thema darüber diskutiert, müsstest du mir dann noch einmal erklären.

Wer die Diskussion vom Zaun gebrochen hat ist, nun ja, Latte? Sie ist da und sie gehörte nicht in das Thema. Ich habe auch weder dir noch Nessaja den Lollie weggenommen.
Ausserdem habe ich es nicht so mit Schuldfragen. Die sind mir zu destruktiv. Mal abgesehen natürlich davon, wenn sie tatsächlich eine Rolle spielt, weil ich Konsequenzen wie Sperren oder Verwarnungen aussprechen muss. Das Teilen und Verschieben eines Threads jedenfalls, hat noch niemand als wirklich belastend empfunden bisher. Diese Aussage über Schuld findet man auch mehr als einmal von mir hier. War das nicht erst in einem anderen Thema, in dem du selbst auch beteiligt warst?

Über Diagnostik streite dich dann bitte mit Medizinern. Allerdings ist es schon anmaßend, selbst festlegen zu meinen, welche Symptome einer Erkrankung nun zugehörig sind, auch entgegen dem, was in Fachbüchern steht.
Hier findet auch kein Ausschlussdenken statt, denn damit, dass etwas nicht zur Symptomatik gehört, ist nicht gesagt, dass betreffende Person dies nicht zudem aufweist.

"Selbstmord ist kein Zuckerschlecken - es sei denn, man ist Diabetiker" ist meine odinverdammte Signatur. Wenn du ein Problem mit meinem Humor hast, dann leb damit oder teile es mir per PN mit - oder google nach Dieter Nuhr. Mit dem Thema hat es jedenfalls nichts zu tun.



Im Ganzen also: Wie zum Geier kann man es persönlich nehmen, wenn ein Mod das tut, wozu er da ist? Nimmst du es auch persönlich, wenn du in einem Geschäft einen Pulli an den falschen Platz gelegt hast und die Verkäuferin diesen dort einsortiert, wo er hingehört?

Und nur am Rande, in zwei Wochen weiß ich schon gar nicht mehr, welcher User das war, der mir mit solcher Egozentrik auf den Keks gegangen ist. So viel also zu irgendwelchen persönlichen Beweggründen.

Im Übrigen, Herr Adam Ries würde es dir erklären können: Admin des Forums + aktiver User = hohe Wahrscheinlichkeit des Aufeinander Treffens.
Eine hohe Wahrscheinlichkeit des Aufeinander Treffens ergibt ebenfalls eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit nicht immer gleicher Meinung zu sein.

__________________

04.03.2010 16:55 anima ist offline E-Mail an anima senden Beiträge von anima suchen Nehmen Sie anima in Ihre Freundesliste auf
lil_suffer lil_suffer ist weiblich
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Ok, der Thread wurde geteilt... ich suchte und suchte, wo denn nun der Anfang der Diskussion war. Seis drum.

So wie ich das hier nun lese... jeder hat seine Punkte, denen ich was abgewinnen kann. Und andere, bei denen mir die Haare einfach nur zu Berge stehen. Ok. Liebe und Geborgenheit sind schon Faktoren die ein Kind prägen, doch trotzdem frage ich mich, wie es sein kann, dass die Zahl der AD(H)S erkrankten Kinder immer weiter steigt und steigt.

Meine Mutter arbeitet für einen Träger der Ganztagsbetreuung in einer sogenannten Förderschule. Zu sagen, das angeblich min. 90% der Kinder dort angeblich an besagter Störung leiden, wäre vielleicht sogar untertrieben. Aber wenn ich mir anhöre, wie die Kinder dort ticken, und vor allem viele der Eltern, denke ich auch, dass diese Diagnose oft leichtfertig ausgesprochen wird. Und auch einige Eltern dies als 'leichten' Weg sehen. Einfach zu sagen, mein Kind ist schwierig, ich hab in der Erziehung versagt, das gestehen sich wohl die wenigsten bis keine Eltern ein. Lieber lassen sie ihr Kind mit dieser Diagnose stempeln, schicken es auf so eine Schule, die nun mal jetzt nur anders heißen, und nicht mehr Sonderschule, denn das habe ja so einen negativen Beiklang gehabt. Aber die Kinder auf dieser Schule haben absolut keine Chance da wieder raus zu kommen und wenn sie da bleiben, ist der weitere Lebensweg auch schon schwer verfahren. Ich habe gar gehört, das ein Junge nur auf die Schule geht, weil sein Bruder schon da ist. Für die Mutter ist das natürlich sehr einfach. Die Kinder lernen da nur leider sehr sehr langsam, und wenn sie nicht wollen, auch gar nicht. Aber haben sie erst mal herausgefunden, wenn sie keine Lust haben brauchen sie sich einfach nur stur stellen und entkommen mit ihrer Verweigerungshaltung auch noch den lästigen Hausaufgaben o.ä. wird den Kindern, finde ich, etwas falsches vermittelt. Manche Kinder sind sogar so gerissen, die können vielleicht nicht wirklich lesen oder rechnen, aber im intregieren sind sie schon ganz groß. Nach der Verweigerung erzählen sie dann Zuhause, sie hätten ja gar nicht weiter machen gedurft. Natürlich glauben die Eltern dem Kind... fliegen in der Schule ein und machen einen Aufstand, dass minimum die halbe Schule auch genau bescheid weiß.

Ein Junge bekommt so hammermäßige Medikamente gegen seine 'Störung' dass sie schon persönlichkeitsverändernd wirken. Im Grunde genommen haben die Betreuer und meine Mutter aber festgestellt, als er aus welchen Gründen auch immer, mal nicht seine Medikamente genommen hat, dass er eigentlich nur ernst genommen werden wollte.

Das lässt eher darauf schließen, dass auch einige derer, die diese Diagnose stellen mit der Bezeichnung ein wenig durcheinander geraten, um das mal gelinde auszudrücken. Entweder das, oder jeder x-beliebige Hinz und Kunz darf einem Kind diesen Stempel aufzudrücken. Wirklich gutheißen kann ich beides nicht.

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08.03.2010 00:08 lil_suffer ist offline E-Mail an lil_suffer senden Beiträge von lil_suffer suchen Nehmen Sie lil_suffer in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie lil_suffer in Ihre Kontaktliste ein AIM-Name von lil_suffer: shaiabfarayla YIM-Name von lil_suffer: die_koechin MSN Passport-Profil von lil_suffer anzeigen
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Ich weiß jetzt nicht ob das hier ganz zum Thema passt und ich verstehe die ganze Disskusion nicht wirklich, aber ich wollte auf lil_suffer eingehen. Du redest hier von vielen falschdiagnosen um es sich als Arzt und als Elternteil einfach zu machen. Dem stimme ich voll zu. Doch habe ich ein Problem und zwar habe ich den ernsthaften Verdacht AD(H)S zu haben und weise so gut wie alle Symptome auf die man als Erwachsener haben kann. Also wollte ich im Zuge dieser Disskusion mal Fragen was ihr über AD(H)S im Erwachsenenalter wisst und ob ihr betroffene Personen kennt. und wie wird es bei Erwachsenen Diagnostiziert?
?
08.03.2010 19:18 kp19912 ist offline E-Mail an kp19912 senden Beiträge von kp19912 suchen Nehmen Sie kp19912 in Ihre Freundesliste auf
Lioba Lioba ist weiblich
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@lil_suffer u. kp19912

Sicher gibt's auch mal Falschdiagnosen. Die gibt es auch bei anderen Krankheiten.

Aber aus dem, was ihr schreibt, lese ich eigentlich genau heraus, dass ihr als jemand schreibt, der nicht davon betroffen ist, ein an AD(H)S erkranktes Kind in der Familie zu haben.

Ihr könnt gar nicht beurteilen, wie so ein Kind den "Frieden" einer Familie durcheinander bringen kann, wie die GANZE Umgebung (auch nicht AD(H)S-kranke Mitschüler! ... und deswegen, lil_suffer, werden diese Kinder auch oft in Förderschulen untergebracht, weil dort eine wesentlich bessere Betreuungsarbeit geleistet werden kann) darunter leidet.
Ihr habt KEINE Ahnung, wie es ist, wenn man als Elternteil völlig erschöpft nach einem Nachmittag, wo es wieder mal stundenlang (!) nur darum ging, Hausaufgaben einigermaßen ordentlich zu erledigen und z.B. das Zimmer halbwegs in Ordnung zu halten, in seinen Stuhl sinkt und manchmal nur noch heulen möchte, weil man einfach nicht begreifen kann, wie dieses Kind "tickt" und dann - so ganz nebenbei - auch noch ein anderes Kind hat, dem man sich ja auch noch widmen soll.

Es ist auch nicht einfach damit getan, dem Kind ein paar Medikamente reinzuschieben - diese wirken allenfalls begleitend. So eine Medikation geht immer einher mit z.B. Elterntraining und ständiger Begleitung durch den behandelnden Arzt - zumindest dann, wenn man die Sache ernst nimmt.

Ihr solltet nicht über Dinge reden, von denen ihr nicht als jemand betroffen seid, der mit so einem Kind/Erkrankten umgehen muss. Dazu habt ihr schlichtergreifend nicht die Erfahrung.
Schwarze Schafe gibt es überall, das will ich nicht abstreiten; solche, die eventuell zu leichtfertig mit der Diagnosestellung umgehen.

Aber als Mutter eines Kinder, bei dem dies - wenn auch nur ganz grenzwertig, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie schlimm dann echte AD(H)S-Kinder den Alltag aufwirbeln - festgestellt wird, macht mich solches "Blabla" einfach nur wütend, sorry, das musste ich mal gesagt haben.

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Obwohl du nicht tot bist, frag ich, bist du am Leben interessiert ...
09.03.2010 09:31 Lioba ist offline E-Mail an Lioba senden Beiträge von Lioba suchen Nehmen Sie Lioba in Ihre Freundesliste auf
Nessaja Nessaja ist weiblich
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Danke Lioba,

ja, es wirbelt den Alltag ganz schön durcheinander. Es sind ja nicht nur die Hausaufgaben oder das Zimmer, es sind ja auch ständige Gänge zu Therapien und Ärzten. In die Schule, wo die Lehrer ja auch immer alles besser wissen und besser können.
Dann sind da Emotionen, die stetig kochen in alle Richtungen und es ist eigentlich nie so, dass man sich sicher sein könnte, was als Nächstes kommt. Da kommt vollkommen unangebracht ein Wutausbruch oder eine extreme Anhänglichkeit.

Und zu alle dem soll man das Kind noch Kind sein lassen, ihm Freizeit ermöglichen und verschönen, was man ja auch gern machen will. Aber ständige Sorgen machen das fast unmöglich.

Gespräche an denen das Kind nicht teilnimmt werden ebenfalls sehr schwer, da immer etwas ist, was ja ach so wichtig ist und es platzt dazwischen. Wenn es aber mal nicht dazwischen posaunt, dann entsteht beim Spielen ein Geräuschpegel, der Gespräche ebenfalls schwer werden lassen.

Kleinigkeiten ausführen ist ebenso sehr sehr schwer für das Kind und man muss alles immer und immer wieder wiederholen.

Das Kind kann nicht unterscheiden, was ist jetzt wichtig, was ist unwichtig. Es ist alles gleich wichtig. Das ist auch dann das Hauptproblem, warum es in der Schule Schwierigkeiten gibt. Jedes Geräusch von außen besitzt die gleiche Wichtigkeit wie das, was die Lehrer zu vermitteln versuchen. Es ist, als käme alles gleich laut an.

Ja, und als Mutter von mind. 2 Kindern kann man die Aufmerksamkeit nicht nur auf eines lenken, denn alle Kinder benötigen die Aufmerksamkeit. Und grundsätzlich wissen ja immer alle genau darüber Bescheid, was man am besten wie macht. Alles was man als Mutter tut wird in Frage stellt und die Verzweiflung wird komplett außer Acht gelassen. Statt dessen bekommt man eher noch zu hören, dass das betroffene Kind zu wenig Aufmerksamkeit bekomme.

Mein Sohn bekommt keine Medikamente. Ich möchte das auch nicht, da ich es bei meinem Neffen mitbekam und es war nicht schön, auch wenn es ihm am Anfang ganz toll geholfen hat. Aber wenn dann eine Dauermüdigkeit, auf Grund der Medikamente, einsetzt, dann ist dies keine Hilfe mehr. Andere Kinder klagten nach einiger Zeit über Übelkeit und Appetittlosigkeit. Auch dies wäre keine Option, da mein Kind eh schon als sehr dünn gilt. Wieder andere Kinder bekommen von den Medikamenten starke Schlafprobleme (können nicht mehr schlafen) und ständige innere Unruhe. Dieses ist ebenfalls keine Hilfe für die Kinder, denn darunter leiden die meisten eh schon ohne Medikamente.
Wir rennen "nur" von Arzt zu Arzt, von Therapie zu Therapie und versuchen das Beste aus der Situation zu machen.
Er gilt als schwieriger Fall, ja, weil er zusätzlich durch seine Geburt ein extremes Motorikproblem hat. Die Therapeuten wissen ihm in manchen Situationen nicht zu helfen und die Lehrer haben ein solches Kind noch nicht erlebt und wissen gar nicht wie sie damit umgehen sollen.
Förderschule kommt nicht in Frage, denn es ist klar, dass er sich dann aufgeben würde. Es wäre der Tod für seine Zukunft. Außerdem zeigt er, dass er zu schlau dafür wäre. Die meisten Kinder, die auf eine Förderschule gehen, haben in einer normalen Schule auch Probleme mit Noten. Bei einem Notendurchschnitt von 3 kann da aber nicht die Rede sein.


@ kp19912

AD(H)S bei Erwachsenen ist seit 1995 in Deutschland offiziell bekannt, vorher wurde man eher zu einer anderen Gruppe gezählt. Seit 2003 gilt es als anerkannte Krankheit. Leider ist die Diagnose sehr schwer und oftmals wird es mit Borderline verwechselt, da die Symtome extrem ähnlich sind. Bei einigen Betroffenen ist es sogar so, dass aus AD(H)S Borderline wurde. Ist aber schwierig zu erklären.
Schau aber doch mal im Netz, da gibt es einige Seiten, die sich mit dem Thema genauer beschäftigen.

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Doch das ist so schwer, wenn man selber zu hohe Anforderungen an sich hat.

(Zitat: Nessaja - Therapie 02.03.10)
09.03.2010 10:06 Nessaja ist offline E-Mail an Nessaja senden Beiträge von Nessaja suchen Nehmen Sie Nessaja in Ihre Freundesliste auf
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